Entflechtung der Machtstrukturen im Bankensystem

Datum/Zeit
Datum - 19.02.2015
Uhrzeit - 15:00 - 18:00

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Aus der Auftaktveranstaltung „Finanzsysteme mit Zukunft“ am 27.11.2014 ist eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Entflechtung der Machtstrukturen im Bankensystem“ entstanden.

Zur Eröffnung der Veranstaltung hält der Juniorprofessor Dr. Matthias Thiemann einen Vortrag zum Thema „Der Fetisch der Liquidität, der Staats‐Finanz‐Nexus und die Macht der Banken“
Der erste Vortrag wurde von Matthias Thiemann, Juniorprofessor für die Soziologie des Geldes, der Banken und der Finanzen, SAFE in Frankfurt am Main, gehalten. Er forscht mit dem Schwerpunkt: Das Verhältnis von Staaten und Banken in Fragen der Regulierung, vor- während- und nach der Wirtschaftskrise. Er gliederte seinen Vortrag in drei Kapitel:
1. Historischer Abriss: Wie ist das heutige System entstanden? Was ist mit Staats-Finanz-Nexus gemeint?
2. Der Fetisch der Liquidität im derzeitigen Finanzsystem.
3. Die Macht der Banken

Anschließend referierte Prof. Dr. Sighard Neckelüber die Frage, welches Verständnis die Akteure im Bankensektor von ihrem Metier haben, und welche Chancen für kritisches Potential es gibt. Die Forschungen begannen mit der Krise von 2008, die offensichtlich gemacht hat, dass die Finanzwirtschaft zur systemischen Desintegration beigetragen hat. Die Finanzindustrie wollte ursprünglich Wirtschaftswachstum schaffen, ist aber selber zu einem Belastungsfaktor geworden. Auch hat sie die Kluft zwischen Arm und Reich weiter aufgerissen, was sich unter anderem darin zeigt, dass die politische Teilnahme der unteren Schichten stetig abnimmt. Es gibt also eine sich beschleunigende Entkoppelung der Sozialstruktur. Auch hat die Finanzkrise zu einer Staatsschuldenkrise geführt und so die demokratische Verfasstheit viele Nationen in Frage gestellt. Löste diese Krise kritische Potentiale aus?

Hierzu berichtete er über drei seiner Studien:
1. „Strukturierte Verantwortungslosigkeit“ – Hier geht es um die Resonanz, Wahrnehmung und Konsequenzen der Finanzkrise bei den Akteuren des Finanzwesens.
2. „Die Berufsmoral der Banker“ – Eine Studie über Professionsethiken und deren Entwicklung im Finanzwesen. Gibt es Berufsethiken und welche Chancen haben diese? Hierfür werden konventionelle Banken und ethische Banken im Vergleich betrachtet.
3. „Global financialmarketesand global financialclass“ – Auch hier geht es wieder darum, die Akteure näher kennen zu lernen. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der globalen Finanzelite, die sich durch die globalen Wirtschaftsprozesse gebildet hat und ob man hierbei von einer sozialen Formation wie z.B. einer transnationalen sozialen Klasse sprechen kann.

Lesen Sie das vollständige Protokoll – direkt unter den Bildern.

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Protokoll zur Veranstaltung

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