Wirtschaft

Das 21. Jahrhundert ist angebrochen und der freie Markt strauchelt. Die Krise nimmt kein Ende. Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der die Wirtschaft in ihrer komplexen Ausbreitung kaum noch zu begreifen ist. Wir wachsen und werden dennoch nicht glücklicher, weil unser Einfluss nicht mehr sichtbar ist. Wir arbeiten um zu leben. Große Unternehmen durchziehen die Städte mit einheitlichen Geschäften, eine Stadt gleicht der anderen. Einheitsbrei im Zeitalter des Individualismus. Die Menschen entfremden sich zunehmend, kommunizieren durch Bildschirme hindurch. Wer den Bildschirm gebaut hat, unbekannt. Wir zerstören mit unserer globalisierten Waren- und Dienstleistungsproduktion die Umwelt und schaden vielen, die nicht zur „ersten Welt“ gehören.

Gleichzeitig entstehen viele neue, regionale Bewegungen. Es werden Regionalwährungen eingeführt, die Leute tauschen oder teilen Dinge, bewirtschaften gemeinsame Gärten und beginnen kaputte Gegenstände zu reparieren. Es zeigt sich die Möglichkeit die Dinge wiederanzueignen, wieder wirkmächtig zu handeln. Direkte Schaffenskraft statt stumpfer Massenkonsum. Unterdessen fangen die Leute an das System zu hinterfragen. Wirtschaft ist ein dominanter Faktor in unserer Gesellschaft geworden, alle Bereiche werden ökonomisiert. Ist das wirklich notwendig? Und wo ist unsere gesellschaftliche Vision geblieben, welche Geschichte wollen wir erzählen? Die des grenzenloses Wachstums oder des klugen, glücklichen Lebens?

In Scoutopia diskutieren wir die grundsätzlichen Fragen der Wirtschaft. Wir betrachten sie dabei als einen kleinen Teil der gesamten Gesellschaft, dem aufgrund seiner aktuellen Position eine besondere Bedeutung beizumessen ist. Es kommt auf eine geistige Entwicklung an, darauf anders zu denken und neue Visionen zu entwickeln.

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