Foodsaver-Treffen im Scoutopia

Lebensmittelretter gesucht

hema – Ob Orangennetz, das wegen einer verschimmelten Frucht weggeworfen wird, leicht überreife Bananen oder Äpfel mit braunen Stellen: In Deutschland werden täglich noch genießbare Nahrungsmittel weggeworfen. Ein Zustand, gegen den die Foodsharing-Initiative ankämpfen will.

Seit 2012 setzen sich mittlerweile 13.000 sogenannte „Foodsaver“ in ganz Deutschland gegen Lebensmittelverschwendung ein. Nahrungsmittel, die in Supermärkten oder auf Wochenmärkten weggeworfen würden, werden von den Lebensmittelrettern abgeholt und anderen Menschen in öffentlichen Räumen mit Kühlschrank oder Regalen zugänglich gemacht.

Nun soll auch Siegen zur Foodsharing-Stadt werden. Zwar gab es in der Krönchenstadt bisher vereinzelte Aktionen, diese fanden allerdings nur im kleinen Kreis statt. Um das zu ändern, trafen sich am Wochenende rund 20 Engagierte, in der Mehrzahl Studenten, im Scoutopia an der Weidenauer Straße im Stadtteil Weidenau.

Zu diesem Zweck angereist war Johannes Arens. Der Foodsharing-Botschafter ernährt sich selbst seit zwei Jahren ausschließlich durch das Foodsharing. „Das Tolle ist, ich kann nicht nur mich, sondern auch meine Freunde auf diese Art und Weise ernähren. Durch das Foodsharing ernähre ich mich außerdem gesünder.“ Das komme daher, da vor allem Obst und Gemüse in Supermärkten täglich aussortiert und den Foodsavern zur Verfügung gestellt würden.

Den Workshop mit Botschafter Arens nutzten die Foodsharing-Interessierten, um sich auszutauschen und erste Ziele abzustecken. Dazu zählt der Aufbau von „Fair-Teilern“ und die Bildung von Kompetenzgruppen. Supermärkte müssen angesprochen, Kooperationen eingegangen werden. Motivierte Mitstreiter schien Arens bei seinem Besuch in Siegen gefunden zu haben.

Quelle: Siegener Zeitung

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